Vorsicht Grannen!

Der Sommer könnte ja so schön sein, wären da nicht diese bösen Grannen am Weg- und Feldrand die einem das Leben schwer machen können.

Doch was sind eigentlich Grannen?

Eine Granne ist Teil einer Getreideähre oder eines getreideähnlichen Unkrauts. Sie umschließt die Samenkörner mit sehr feinen Haaren. Das Ende dieser feinen Haare läuft vorne spitz zu, ist sehr rau und wirkt, wie mit kleinen Widerhaken besetzt.  In der warmen Jahreszeit ist die Granne eine wahre Plage für alle Tiere.

Wie gelangt eine Granne in den Körper des Hundes?

Beim Gassi-Gang kann sich leicht eine Granne mit ihren Widerhaken im Fell festsetzen. Dabei sind es nicht nur die Lose an der Pflanze hängenden Grannen die Probleme bereiten können sondern auch die bereits auf dem Boden liegenden. Durch die feinen Widerhaken wird verhindert, dass der Hund sie durch einfaches Abschütteln wieder los wird. Im Gegenteil – sie werden durch die Bewegung eher noch tiefer in das Fell des Hundes befördert, von wo aus sie sich schließlich wie kleine Pfeilspitzen weiter in die Haut bohren können. Liegen die Grannen auf dem Boden, so können sie sehr leicht in die Pfoten gelangen.

Welche Anzeichen können darauf hinweisen, dass der Hund eine oder mehrere Grannen im Körper hat?

Symptome können sein:

  • plötzliches und langes Ablecken der Pfote
  • humpeln nach dem Spaziergang
  • husten oder niesen
  • zukneifen eines Auges
  • entzündetes geschwollenes Auge
  • Kopf schütteln
  • kratzen am Ohr
  • Rötung im Ohr
  • Schwellung der Pfote
  • gerötetes Auge

Sitzt eine Granne im Ohr des Hundes fest, wird er häufig den Kopf schütteln oder sich daran kratzen. Dadurch wir die Granne jedoch nur noch weiter in den Gehörgang einwandern, was zu einer schmerzhaften Gehörgangsentzündung führen kann. Eine Granne ist sogar in der Lage, sich durch das Trommelfell zu bohren und kann so am Innenohr schlimme Schäden verursachen. Auf keinen Fall solltet Sie versuchen, eine Granne mit einem Wattestäbchen aus dem Ohr herauszuholen. Meist kann sie nur noch unter Narkose entfernt vom Tierarzt entfernt werden.

Auch wenn meist Ohren und Pfoten betroffen sind, beachten Sie bitte das Grannen kaum eine Grenze kennen. Timmy hatte auch schon eine im Zahnfleisch stecken. Sollten Sie an ihrem Hund auch während des Spaziergangs Grannen entdecken sollten diese am Besten sofort entfernt werden und der Hund nach dem Spaziergang gründlich abgesucht werden. Auch ist es hilfreich das Fell möglichst kurz zu halten. Besonders an den Pfoten und zwischen den Ballen.

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